Das Hexenfest Mabon

Mabon ist ein magisches Herbstfest. Es gilt als Nebenfest im Hexenkreis und im Gegensatz zu vielen anderen Festen orientieren wir uns bei Mabon an der Sonne. Es wird ebenfalls Tagundnachtgleiche genannt. Auch wenn es nicht zu den wichtigsten Festen gehört, ist es für naturverbundene Hexen nicht zu unterschätzen, schließlich trifft das Mabonfest auf die Zeit, in der wir auch für unsere Ernte danken.

In diesem Artikel wirst du lernen:

  • Was Mabon ist und wie die Hintergründe des Festes sind
  • Welche Rituale sich allgemein für Mabon gut eignen
  • und ich beschreibe zwei Rituale im Detail für dich

 

Warum heißt es auch Tagundnachtgleiche?

Das hat in unserer Region mit der Länge der Tage und Nächte zu tun. Im Sommer werden die Tage länger, im Winter kürzer, das sollte jedem soweit bekannt sein. Auch das es einen Tag gibt, der als längster Tag im Jahr gilt, genauso wie es eine Nacht gibt, die uns am längsten in Dunkelheit hüllt. Bei der Tagundnachtgleiche sind die Dunkelheit und das Licht genau ausgeglichen. Diese „Harmonie“ hält zwei Tage an.

Im Übrigen lässt sich über den genauen Zeitpunkt des Festes etwas streiten. Manche feiern Mabon schon am 21 September, die anderen am 23 September. Genauso kann man sich über den Namen uneinig sein. Ursprünglich wurde das Fest in Hexenkreisen als Herbst-Äquinoktium bzw. als Herbst-Tagundnachtgleiche bezeichnet. Aidan Kelly wählte in den 1970er Jahren den Namen “Mabon” für das Herbstfest. Mabon ist eine mythische keltische Gestalt. Es gibt aber noch einige andere Bezeichnungen für dieses Herbstfest.

Wir können festhalten, dass wir an diesem Tag den endgültigen Abschied vom Sommer feiern. Es wird kälter, die Blätter bunter und die Tage kürzer. Hexen tauschen an diesem Tag gerne Erfahrungen und Rezepte aus. Es ist die Zeit der Opfer und des Dankes.

 

Rituale für Mabon

Wer an diesen Tagen ein Räucherritual durchführen möchte, wählt am besten Sandelholz, Weihrauch, Wacholder oder Zypresse. Es ist auch ein guter Tag um sich zu überlegen, was man von der Sommerenergie mit in den Winter nehmen möchte. Vielleicht wollt ihr euch auch ein Sommeramulett anfertigen, welches mit Symbolen und Gerüchen des Sommers gefüllt ist und im Winter Kraft gibt?

 

Ich habe für dich auch zwei Rituale bereitgelegt.

Diese sind allerdings etwas heftiger und weniger entspannend, wie ein Amulett anzufertigen. Beim ersten Ritual soll es um deine Schattenanteile gehen. Heute ist es besonders effektiv Dinge rund um dich bzw. in dir sterben zu lassen. Das ist natürlich im übertragenen Sinne aufzufassen. Sehe dir deine Schatten genauer an. Schreibe eine Liste, was dich am meisten an anderen Personen nervt oder wütend macht. Denke auch an Werte die dir besonders wichtig sind und oft nicht eingehalten werden. Dir ist zum Beispiel Ehrlichkeit wichtig, aber du wirst oft angelogen? Dann notiere das. Formuliere das Ganze am besten in Sätzen wie:

  • Mein Partner sieht mich nicht mehr
  • Ich hasse es angelogen zu werden
  • Ich mag es nicht, wenn Menschen undankbar sind…

 

Dann stelle dir die Fragen.

  • Wo sehe ich mich nicht?
  • Wo / wann lüge ich mich an?
  • Wann bin ich undankbar?

 Alles was heute aus dir hervorkommt, alles was du hasst, ist ein Schattenanteil in dir selbst. Auch wenn es schwer ist, sehe dir deine blinden Flecken an. Nur wer sich auch dem Unangenehmen stellt, schützt sich vor der Angreifbarkeit anderer gegenüber.

Das zweite Ritual ist noch etwas heftiger.

Schreibe dir deine eigene Begräbnisrede. Das dir der Gedanke erst einmal unangenehm ist oder sogar Angst einflösst ist nachvollziehbar. Trotzdem, lasse dich drauf ein! Notiere dir, wie du in Erinnerung bleiben möchtest. Was sollen die Leute erkennen? Stelle dir vor, wie eine für dich wichtige Person diese Begräbnisrede vorliest. Ich schreibe in meiner Rede auch rein, was ich verpasst habe, nie ausprobieren konnte… sprich auch die Schattenseiten. Du kannst das Ritual mit dir alleine durchziehen, indem du zum Beispiel die Rede aufnimmst und später abspielst. Wer möchte kann auch eine eng stehende Person bitten, die Rede vorzulesen. Bevor ich die Rede abspielen lasse, lege ich mich unter eine schwere Decke und verbinde meine Augen, damit es wirklich dunkel ist.

Alles was heute hochkommt, darf passieren. Du bist von den Göttern geschützt, deshalb ist dieses Fest so gut für die Rituale geeignet.

Ich wünsche mir, dass du heute sterben darfst um neu zu leben und den Wert deines Lebens erkennst.

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