Das Hexenfest Lughnasadh

Lughnasadh ist Altirisch für „Tod des Lugh“, „Tötung des Lugh“ oder „die Versammlung (-nasad) des Gottes Lugh“. Heute ist es im christlichen Glauben unter Lammas bekannt. Lughnasadh wird zum Herbstbeginn gefeiert, genau genommen in der Nacht zum 1. August. Somit wird dieses Fest auch zum Anfang der Erntezeit gefeiert. Damals war es ein großes Bauernfest. Wenn ich dieses Fest feier, kommt bei mir etwas Wehmut auf, denn der Sommer geht nun zu Ende.

In diesem Artikel wirst du erfahren:

  • was die Geschichte hinter Lughnasadh ist
  • wie Lughnasadh gefeiert wurde
  • was alte und was neue Bräuche/Rituale sind
  • und wie du heute gesehen wirst und andere besser zur Kenntnis nimmst

Gesprochen wird das Fest Luu-a-sah. Damals wurde es nur Lugnasad geschrieben. Heute wird dieser Feiertag in irischen Kreisen Lúnasa genannt, was übrigens auch gleichzeitig er Name für August ist. Die Schotten hingegen nennen diesen Tag Lùnastal. Zu dem Namen kam es durch den Sonnengott Lugh. Gefeiert wurde mit einem großen Schlachtfest. Es gab zudem sportliche Wettkämpfe und Aufführungen die um ein großes Feuer herum stattfanden. Ein besonderer Brauch war, dass sich Paare welche an diesem Tag heirateten in einem Jahr wieder trennen durften. Sie hatten also ein Probejahr, um sich besser kennenzulernen und herauszufinden, ob sie zueinander passen. Wenn nicht, konnte die Ehe ohne Konsequenzen wieder gelöst werden. 

Sehr interessant sind auch drei Regeln, die es bei Lughnasadh einzuhalten gab. Man sollte sicher, aber ohne Eile zum Fest gelangen, das Fest vor Sonnenuntergang erreichen und beim Verlassen galt es auf keinen Fall über die linke Schulter zurückzusehen.

Kriege und Kämpfe durften in der Zeit des Festes nicht ausgetragen werden. Im Gegensatz zu anderen Hexenfesten ging es hier auch gesitteter zu. Vereinigungen in der Nähe des Feuers, wie bei Beltane, waren untersagt.

Während wir uns bei den vorherigen Festen aufs Wachsen konzentriert haben, beginnt nun die Zeit es Zurückziehens. Man konzentriert sich mehr auf sich selbst.

Um das zu verinnerlichen empfehle ich folgendes Ritual:

Stelle dich vor den Spiegel und sehe dich 10 bis 15 Minuten lang an. Dieses Mal geht es nicht um die Selbstliebe, sondern darum inne zu halten. Achte darauf, dass du alle Störfaktoren vorher abschaltest. Gönne dir diese viertel Stunde und nehme dir genug Zeit um dich zu erkennen. Was siehst du in deinen Augen? Was nimmst du wahr?

Mit meinem Partner zusammen entzünde ich heute Fackeln, räucher mit Rosenduft, Myrrhe und Johanneskraut. Dann setzen wir uns gegenüber, nehmen unsere Hände und sehen uns ca. 15 Minuten lang an. Heute ist der Tag, an dem du am besten in die Seele der anderen und in deine eigene sehen kannst. Mache dieses Ritual gerne mit deinem Partner oder Kind. Redet anschließend darüber, was ihr beim anderen gesehen habt. Vielleicht ist es Traurigkeit oder Erschöpfung? Das was die andere Person in dir sieht, empfindet sie oft selbst. Lebe diesen Tag unter dem Motto
„Ich sehe dich und du wirst heute gesehen werden“.
Wie war dein Sommer? Was hast du alles erlebt? Welche Gefühle kommen hoch, wenn du an die warmen Tage zurückdenkst? Möchtest du weinen, bist du enttäuscht oder verletzt? Womöglich breitet sich auch Freude in dir aus, sofern du an diese Zeit zurückdenkst.

Wenn du einen Altar hast zünde eine weiße und eine schwarze Kerze an. Greife zu den vier Elementen. Stelle ein Häufchen Erde in einem Gefäß auf den Altar, lege eine Feder für die Luft dazu, stelle ein Glas Wasser auf den Altar und die Kerze ist natürlich für das Element Feuer gedacht.

Das Glas Wasser kannst du auf einen Spiegel stellen und anschließend trinken.

Gerne kannst du heute selbst Brot backen. Genieße ganz bewusst den Duft der deine Wohnung erfüllt und sei dankbar für die kommende Ernte.

 

Ich wünsche dir einen tiefgehenden Tag, voller Erkenntnis.

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